Bildung

Distanz e.V. gestaltet seine Angebote mit Methoden der menschenrechts­orientierten jugendkulturellen, medienpädagogischen und politisch (-historischen) Bildung.

Wir orientieren uns hierbei an den Prinzipien der Lebensweltorientierung (nach H. Thiersch) – das bedeutet, dass die Lebenswelt der jungen Menschen Ausgangspunkt der Gestaltung von Maßnahmen und pädagogischen Interventionen ist. In den Bereichen der jugendkulturellen und medienpädagogischen Bildung wird die Möglichkeit zu Selbstwirksamkeitserfahrungen geboten. Themen der Lebenswelt der jungen Menschen werden in Bezug zu aktuellen politischen Kontexten gesetzt und eigene Ausgrenzungserfahrungen, (gefühlte) Benachteiligungen sowie ganz persönliche, aber auch genderspezifische Werte reflektiert.

Persönliche Ausgrenzungserfahrungen der Jugendlichen werden reflektiert und in einen aktuellen politischen und sozialen Kontext gesetzt.

In unseren Workshops arbeiten Teams aus politisch(-historischen) Bildner*innen, Pädagog*innen sowie Jugendkultur- und Medienvertreter*innen zusammen. Die jugendkulturellen und medialen Angebote dienen als Zugang zur Lebenswelt sowie für die inhaltliche Arbeit an menschenrechtsorientierten Themen (Diskriminierung, Ausgrenzung etc.). Zudem werden die Selbstwirksamkeitserfahrungen der Teilnehmer*innen gestärkt.

Wir arbeiten mit einem vielseitigen Team.

Nach den Workshops und Schulprojekttagen fertigen wir ausführliche und vertrauliche Sachberichte mit Empfehlungen für nächste mögliche Schritte im Nachgang der Maßnahmen an. Sie bieten als externe fachliche Einschätzung hilfreiche Indikatoren, die die Institution (Schule, Jugendclub etc.) bei der Weiterarbeit und in einer kritischen Situation unterstützen.

Wir setzen auf Nachhaltigkeit. Begleitende fachspezifische Fortbildungen und Coaching erhöhen die Qualität dieser Weiterarbeit, weshalb der Fokus unserer Arbeit gleichermaßen auf der Beratung und Fortbildung von Multiplikator*innen liegt.

Im Anschluss an einen Workshop stehen wir mit Beratung und Fortbildung für Schulen und Jugendclubs zur Verfügung.

Politisch- (historische) Bildung von heute

Durch politische Bildung und politisch-historische Bildung werden von jungen Menschen vermutete Wahrnehmungen und historische Verläufe kritisch hinterfragt.

In Bezug auf historische Ereignisse und Verschwörungsglauben werden Deutungen der Jugendlichen mit wissenschaftlich-objektiven Einschätzungen konfrontiert. Hier können sogenannte Mikrogeschichten ein Mittel sein: Zwischen der Lebenswelt junger Menschen und historischen Gegebenheiten lassen sich in Alltagsgeschichten Parallelen finden, durch die Geschichte für Jugendliche greifbar wird.

Anhand von Beispielen und Situationen aus der aktuellen Lebenswelt der Jugendlichen wird Geschichte greifbar gemacht.

Für die Gestaltung von Methoden politisch-historischer Bildung arbeitet Distanz e.V. mit dem Arbeitskreis „HI Welt – Historiker*innen für ein weltoffenes Thüringen“ und mit Mitarbeiter*innen der Gedenkstätte Buchenwald zusammen.

Jugendkulturelle Bildung

Die jugendkulturellen und medialen Inhalte werden in ihren (politisch-historischen) gesellschaftlichen Kontexten, den humanistischen Entstehungsbedingungen, den Formen der Selbstermächtigung (Do-It-Yourself-Ansatz) und damit auch deren emanzipatorischer Potenziale aufgezeigt. Diese Form der politischen Bildung hat die Möglichkeit, über lebensweltorientierte Interessen an die Themen wie Zukunftsperspektiven, Ausgrenzungen, Dominanzen und Rollenvorstellungen, u.a. in Bezug auf Geschlecht, ins Gespräch zu kommen.

Distanz e.V. hält für Angebote jugendkultureller Bildung eine breite Palette von jugendkulturellen und medialen Angeboten bereit:


Medien

YouTube, Instagram, Gaming, Programmieren, Fotografie

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Mit den Teilnehmer*innen der Workshops werden folgende Inhalte besprochen:

„Wie drehst du interessante Clips für deinen YouTube-Kanal? Wie gestaltest du deinen Insta-Account mit coolen Fotos? Oder begeisterst du dich eher für klassische Fotografie? Du liebst Videospiele, egal ob PC oder Konsole und probierst dich selbst in der Rolle eines Game-Entwicklers oder -Entwicklerin aus? Oder willst du dich mal mit dem Programmieren am Rechner beschäftigen? Gleichzeitig sprechen wir miteinander: Welche Influencer sind wichtig für dich und warum? Wie nutzt du das Internet und was machst du, wenn du mal offline bist? Welche Geschichten in Videos oder Games faszinieren dich besonders? Je nach Workshop widmen wir uns deinen Themen, deinen Erfahrungen und deinen Talenten!“


Bewegung

Skaten, Parkour, Breakdance

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Mit den Teilnehmer*innen der Workshops werden folgende Inhalte besprochen:

„Du willst lernen, wie mensch Skateboard fährt oder schon etwas anspruchsvollere Tricks ausprobieren? Wir bringen die Schützer und Bretter mit. Hindernisse sollen dich nicht aufhalten? Dann ist Parkour vielleicht genau das Richtige für dich. Dein Leben läuft eher im 4/4 Takt? Mit Break- und Streetdance kannst du  Grundschritte, passende Moves und kleine Choreografien lernen. Wir sprechen darüber, wie Kids in den USA darauf  kamen, zu skaten oder zu HipHop-Beats zu breaken. Und woher kommt eigentlich Parkour? Hier entwickelt jeder Jugendliche seinen eigenen Style und kreiert eigene Moves, die auch immer Teil eines ganz eigenen Lebensgefühls sind.“


Musik

DJ, Band, Digitale Musik, Rap

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Mit den Teilnehmer*innen der Workshops werden folgende Inhalte besprochen:

„Du interessierst dich für HipHop und Rap? Oder ist handgemachte Musik eher dein Ding? Du spielst schon in einer Band oder hast Bock darauf? Oder brennst du dafür, Musik als DJ aufzulegen oder Beats zu produzieren?

Musik hat einiges zu bieten und du wählst, was wir in dem Workshop praktisch machen: rappen, Musik produzieren, auflegen oder mit verschiedenen Instrumenten in einer Band spielen. Nebenbei sprechen wir  über die Entstehung verschiedener Musikszenen  und finden heraus, wer mit welchen Themen  gehört wird, wer warum ein Star wird und wer nicht. Und: was hat das eigentlich mit deinem Leben und Alltag hier zu tun?“


Gestalten und Produzieren

Manga,  Graffiti, Re-/Upcycling, Sport-Fankultur, K-POP Fankultur, Cosplay

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Mit den Teilnehmer*innen der Workshops werden folgende Inhalte besprochen:

„Deine Freizeit verbringst du am liebsten mit Malen oder Zeichnen? Du bist Fan von einem Club und am liebsten im Stadion? Dein Herz schlägt für K-Pop und du willst deine eigenen Fanartikel gestalten? Du willst gern mal in die Rolle deiner Lieblingsfigur aus einer Serie, einem Film oder einem Buch schlüpfen? Oder bist du jemand, der Neues erschafft, wo andere nur wegschmeißen?

Wir haben eine ganze Menge Workshops, in denen du dich künstlerisch ausdrücken kannst. Du entscheidest: Graffiti sprühen, Manga zeichnen, an einem Kostüm werkeln, „Müll“ umfunktionieren/upcyclen oder Fanartikel für deinen Club oder deine K-Pop-Band herstellen. Außerdem quatschen wir über die Höhen und Tiefen des Fan-Daseins und der Ultra-Bewegung, woher eigentlich Graffiti kommt oder wieso es oft besser ist, etwas Neues zu kreieren, statt einfach wegzuschmeißen. Deine Ideen und Erfahrungen sind gefragt!“

Online Lebenswelt

Online- und Offline-Lebenswelten lassen sich kaum mehr voneinander trennen. Ein erheblicher Anteil an zwischenmenschlicher Kommunikation findet mittlerweile online statt, Messenger und Social Media-Aktivitäten sind heute ein wesentlicher Bestandteil im Leben junger Menschen. So werden Themen, die von Interesse sind, online recherchiert. Es wird täglich durch eine Vielzahl an News und Posts in der Timeline gescrollt, auf YouTube werden neben Videos, die der Unterhaltung dienen, sowohl Tutorials als auch Nachrichten zum aktuellen Zeitgeschehen konsumiert und rezipiert.

Das Internet ist ein wichtiger Teil der Lebenswelt Jugendlicher. Wir fördern ihren kritischen Umgang mit Medieninhalten.

Dieses Kommunikations- und Informationsverhalten verlangt den Nutzer*innen neben technischem Know-how einen reflektierten und kritischen Umgang mit Medieninhalten ab. Junge Menschen kommen online mit Abwertung und Hass, mit Fake News sowie mit extremen politischen Ansichten in Berührung.

Um Funktionen und Potenziale sozialer Medien, nicht zuletzt vor dem Hintergrund der gezielten Manipulation durch rechtsextreme Akteur*innen, besser einordnen und verstehen zu können, ist es für unsere Arbeit zentral, Funktionsweisen von Social Media zu kennen und für unsere Arbeit – auch als Ansprachemedium – zu nutzen.

Hierfür entwickeln wir u.a. in Kooperation mit Diskutier mit mir e.V. den „Anti Hate-Bubble Approach“, der zum Ziel hat, Distanzierungsfälle online anzusprechen.

Material und Downloads

Infos zum Projekt D-Netz (PDF, ca. 300 KB)

Infos zum Projekt KIT (PDF, 2 Seiten, ca. 800 KB)



Gefördert durch

Logo und externer Link: Geförder von: Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend. Im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!"
Freistaat Thüringen, Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
Logo und externer Link: Denkbunt, Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit
Logo und externer Link: Robert Bosch Stiftung

Mitglied bei

Logo und externer Link: Der Paritätische Thüringen