KIT

Das Projekt „KIT – Kompetent intervenieren im Team“ bildet Pädagog*innen aus und qualifiziert diese für einen verantwortlichen Umgang mit rechtsextrem gefährdeten und orientierten Jugendlichen.

Die KIT-Teilnehmer*innen kommen aus verschiedenen Arbeitsfeldern und integrieren diese erworbenen Kompetenzen der Distanzierungsarbeit in ihre pädagogische Praxis. Diese haben die Möglichkeit, Teil des freien Teams von Distanz e.V. zu werden und regelmäßig Workshops umzusetzen.

Teamer*innen von Distanz e.V. und Pädagog*innen von anderen Institutionen werden für unterschiedliche Kontexte qualifiziert.

Zwischen dem Glauben an demokratische Werte, einer Verunsicherung dieser Haltung und unreflektierten menschenverachtenden Aussagen liegen manchmal nur ein paar Falschmeldungen. So ist es immer öfter im Rahmen der Pädagogik notwendig, Maßnahmen zur Vorbereitung auf eine verantwortungsvolle Intervention anzubieten, weil die Möglichkeit, dass menschenverachtende Aussagen offen vertreten werden, sich stark erhöht hat. Das ist einer gesellschaftspolitischen Situation geschuldet, in der die Grenzen des Sagbaren durch den Rechtspopulismus in Politik und (sozialen) Medien geweitet wurden und dadurch selbstverständlicher in der Öffentlichkeit präsent sind.

Offene Menschenverachtung scheint kein Tabu mehr zu sein. Pädagog*innen müssen lernen, damit umzugehen.

Das Projekt KIT hat zum Ziel, Pädagog*innen so auszubilden, dass sie diesen zunehmenden Anforderungen gewachsen sind und bereits in kurzzeit-pädagogischen Projekten Distanzierungsimpulse setzen können. Mindestens soll aber die Selbstsicherheit der KIT-Teilnehmer*innen so weit entwickelt werden, dass sie angemessen, verantwortungsvoll und gleichzeitig gelassen genug in eine Maßnahme der Intervention mit den Jugendlichen gehen können. Dafür wollen wir Pädagog*innen, politischen Bildner*innen und Akteur*innen aus den Jugendkulturen und Medien die entsprechenden Werkzeuge und das nötige Selbstvertrauen an die Hand geben. Dies geschieht zunächst einmal über unsere dreitägige Grundlagenausbildung.

KIT vermittelt Wege und die nötige Selbstsicherheit, um kompetent Distanzierungsimpulse setzen zu können.

Nach der Grundlagenausbildung betreuen wir die Personen, die Teil des freien Teams von Distanz e.V. werden, weiter. Unsere Teamer*innen beginnen mit Hospitationen, führen Reflexionsgespräche zu zweit sowie in Gruppen-Settings durch und erhalten Fortbildungen und Supervision.

Distanz e.V.-Teamer*innen erhalten intensive Begleitung.

Die Teamer*innen kommen auch für andere Träger zum Einsatz. Wir haben hier einen landesweiten Auftrag, der weit über die Bedarfe des eigenen Trägers hinausgeht. Im Sinne eines konstruktiven und interessanten Wissensaustauschs und Erfahrungsgewinns begrüßen wir es, wenn die von uns ausgebildeten Teamer*innen sich in vielen anderen Projekten engagieren und einbringen.

Die KIT-Teilnehmer*innen können ihre Erfahrungen auch für andere Projekte nutzen.

Material und Downloads

Infos für Interessierte am Projekt KIT (PDF, 2 Seiten, ca. 800 KB)

Gefördert durch

Freistaat Thüringen, Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
Logo und externer Link: Denkbunt, Thüringer Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit