Jugendkulturelle Bildung

Die menschenrechtsorientierte Jugendkulturelle Bildung wird den Prinzipen der Lebensweltorientierung (nach H. Thiersch) insofern gerecht, als dass die Möglichkeit zu Selbstwirksamkeitserfahrungen geboten wird. So werden Themen der Lebenswelt der jungen Menschen in ihren politischen Kontexten reflektiert und eigene Ausgrenzungserfahrungen, (gefühlte) Benachteiligung, sowie ganz persönliche, aber auch genderspezifische Werte, reflektiert.

Dieser Ansatz wird von den Mitarbeiter*innen thüringen- und bundesweit weiterentwickelt und in Beratung und Fortbildungen an Fachkräfte der Jugend(sozial)arbeit vermittelt.

In unseren Workshops arbeiten Teams aus politischen Bildner*innen, Pädagog*innen und Jugendkultur-/ Medienvertreter*innen nach den Prinzipien menschenrechts-orientierter Jugendkultureller Bildung zusammen. Die jugendkulturellen/medialen Angebote dienen als Zugang zur Lebenswelt sowie für die inhaltliche Arbeit an menschenrechts-orientierten Themen (Diskriminierung, Ausgrenzung etc.) und zur Stärkung von Selbstwirksamkeitserfahrung bei den Teilnehmer*innen.

Distanz e.V. hält hierfür eine breite Palette von jugendkulturellen Angeboten bereit:

  • Sport: Skateboard, Parkour, Fankultur
  • Hip Hop: Graffiti, Rap, DJing, Breakdance, Beatproducing
  • Electro: DJing, Producing
  • Musikszenen: Rock, Punk, Metal, Reaggae…
  • Medien: Fotografie, Video, Radio
  • Neue Medien: Youtube, Instagram, Podcasting, Blogging
  • Gaming
  • Poetry Slam
  • Upcycling

Die jugendkulturellen Inhalte werden in ihren (politischen) gesellschaftlichen Kontexten, den humanistischen Entstehungsbedingungen, den Formen der Selbstermächtigung (Do-It-Yourself-Ansatz) und damit auch deren emanzipatorischer Potentiale aufgezeigt. Diese Form der politischen Bildung hat weiter die Möglichkeit, über lebensweltorientierte Interessen an die Themen wie Zukunftsperspektiven, Ausgrenzungen, Dominanzen und Rollenvorstellungen, u.a. gegenüber Geschlechtern, ins Gespräch zu kommen.

Bereits in kurzzeitpädagogischen Settings (Schulprojekttage, Workshops in Jugendclubs, etc.) können über menschenrechtsorientierte Jugendkulturelle Bildung Beziehung, Empowerment sowie konstruktive Diskussion und Distanzierungsimpulse (wie auch Empowerment-Impulse) platziert werden.

Die ausführlichen Sachberichte, mit Empfehlungen für nächste mögliche Schritte im Nachgang der Maßnahmen, bieten hilfreiche Indikatoren, die der Institution (Schule, Jugendclub, etc.) zur Weiterarbeit und extern-fachlichen Einschätzung in einer kritischen Situation dienen. Fachspezifische Fortbildungen und Coaching erhöhen die Qualität dieser Weiterarbeit, weshalb der Fokus unserer Arbeit gleichermaßen auf der Beratung und Fortbildung von Multiplikator*innen liegt.