Distanzierungsarbeit

Distanzierungsarbeit beginnt dort, wo junge Menschen vermehrt durch Aussagen und Handlungen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit auffallen. Dieser Ansatz hat zum Ziel, Einstiege in die rechtsextreme Szene zu verhindern und ist der klassischen Ausstiegsarbeit somit vorgelagert.

Distanzierungsarbeit als Feld der indizierten sekundären Gewaltprävention präsentiert sich als Feld, dessen Bedarf sich gesellschaftlich vor allem seit 2015 manifestiert hat. Verstärkt treten menschenfeindliche Einstellungsdomänen in die Öffentlichkeit, die laut Friedrich-Ebert-Stiftung in der Mitte der Gesellschaft bereits vorhanden waren und nun gehäuft in menschenfeindlichem Handeln – auch fernab von organisierten rechtsextremen Kontexten – münden.

Durch diese Verschiebung der Grenze des Sagbaren und Machbaren werden auch Vorstellungen von Normalität in Bezug auf die Lebenswelten von jungen Menschen geprägt.

Diesem Handlungsbedarf können weder ausschließlich politische Bildungsmethoden der primären Prävention gerecht werden, noch reicht es aus, sich auf Prinzipien der klassischen Ausstiegshilfe zu berufen. Distanz e.V. arbeitet daher mit innovativen Methoden und dem Anspruch einer professionellen milieuübergreifenden und multidisziplinären Distanzierungsarbeit.